Governorbrief 10

donderdag 2 april 2026

DG Andrea Weber

Liebe rotarische Familie

Nachhaltigkeit – Gemeinsam wirken für eine lebenswerte Zukunft

"nachhaltig" – seit mehr als 300 Jahren ein wichtiges Adjektiv in der deutschen Sprache

1713 wird das Adjektiv "nachhaltig" zum ersten Mal in der deutschen Sprache verwendet: Hans Carl von Carlowitz schreibt in seiner Abhandlung "Sylvicultura oeconomica", die Holzernte müsse "nachhaltig" sein. Er meint damit, es soll nur so viel Holz geschlagen werden, wie nachwachsen kann. Im 20. Jahrhundert bekommt "nachhaltig" dann die heutige Bedeutung "ökologisch verträglich, zukunftsfähig".

"Umweltschutz und Nachhaltigkeit" – Monatsschwerpunkt von RI im April

Rotary International hat als Schwerpunktthema für den Monat April "Umweltschutz und Nachhaltigkeit" gewählt. Dieses Thema passt gut zum April, in dem die Natur nach der Winterruhe wieder zu leben und zu spriessen beginnt.

Viele Rotary Clubs unseres Distrikts 2000 engagieren sich im Bereich "Umweltschutz", indem sie im Rahmen von Hands-on-Projekten Neophyten ausreissen, Waldwege neu erstellen und bestehende sanieren oder Bergbauern bei der Ernte helfen. Diese Projekte sind nachhaltig, weil dabei den Ressourcen der Erde Sorge getragen wird und weil sie häufig über mehrere Jahre durchgeführt werden.

Besuch des Rotary-Weltpräsidenten Francesco Arezzo in Zürich und Nachhaltigkeit

Ende März besuchte Francesco Arezzo an zwei Tagen Zürich. Er hat sich einerseits mit Mitarbeitenden des RI-Büros Europa/Afrika, das seit 100 Jahren in Zürich seinen Sitz hat, ausgetauscht. Andererseits gab es eine längere Sitzung mit einigen Governors der Zonen 15 und 16 und der Zonendirektorin Christine Büring. Ich habe drei rotarische Projekte vorgestellt, die es sonst auf der Welt kaum gibt. Es sind dies unser Berufsaustausch "Visite", "ROKJ" und "mine-ex". Christine Büring präsentierte den aktuellen Stand ihres Strategiepapiers. Eine Mitarbeiterin des RI-Europa-Afrika-Büros referierte über die Zusammenarbeit mit den Medien.

Beim Schreiben des Newsletters frage ich mich nun, ist das, was ich an diesen zwei Tagen erleben durfte, nachhaltig. Die Frage kann deutlich bejaht werden. Die drei Schweizer Rotary-Projekte sind äusserst nachhaltig und könnten noch nachhaltiger werden, weil die deutschen DGs in ihren Distrikten ähnliche Projekte initiieren wollen: Rund 50'000 Minenopfer konnten mit Prothesen oder Schulung unterstützt werden. Der zwei- bis vierwöchige Berufsaustausch mit "Visite" ist für alle Jugendlichen eine prägende Erfahrung. Und viele Kinder bekommen dank dem von ROKJ finanzierten Musikunterricht eine nachhaltige Förderung. Christine Bürings Strategieplan dient den Governors, die Clubs in den nächsten Jahren nachhaltig zu unterstützen und Rotary damit weiterzuentwickeln.

Nachhaltigkeit im Wasserbereich

Einige Rotary Clubs engagieren sich sehr für nachhaltige Projekte im Wasserbereich. Ich möchte hier "End Plastic Soup" und "Buy Food with Plastic" erwähnen.

"End Plastic Soup" ist ein globales, 2018 von Rotariern in Amsterdam gegründetes Rotary-Programm zur Beendigung der Plastikverschmutzung. Bis 2050 soll es keine Plastiksuppe mehr in unseren Meeren geben und keinen Plastikmüll mehr in unseren Flüssen, Seen, Wäldern, Parks und Strassen.

"Buy Food with Plastic" – der auf den ersten Blick irritierende Name einer Organisation, die 2018 in Zürich gegründet wurde und sich als Ziel gesetzt hat, soziale Ungleichheit und Plastikverschmutzung zu beenden. Diejenigen, die Plastik sammeln, bekommen Geld dafür und können sich damit Essen kaufen. Man kann die Organisation als Privatperson oder als Rotary Club unterstützen!

Mit herzlichen rotarischen Grüssen

Andrea Weber, Distrikt Governor 2025/26, RC Dielsdorf

Weltpräsident Francesco Arezzo, Zonendirektorin Christine Büring, DG Andrea Weber Bild: KI-generiert