Governorbrief 7

sabato 3 gennaio 2026

Andrea Weber

Unsere Gedanken sind bei den Opfern der Brandkatastrophe in Crans-Montana und ihren Angehörigen.


Liebe Mitglieder der rotarischen Familie

Angesichts der tragischen Ereignisse in Crans-Montana haben wir beschlossen, die individuellen Governorbriefe durch einen gemeinsamen zu ersetzen.

Neuesten Erkenntnissen zufolge hat der schreckliche Brand in der Silvesternacht mehr als 40 Menschenleben gefordert. Unsere Gedanken sind bei den Eltern, Angehörigen sowie Freundinnen und Freunden der Opfer. Unsere Gedanken sind auch bei den Mitgliedern der rotarischen Familie, die in irgendeiner Form von diesem grauenhaften Unglück direkt betroffen wurden. Unsere Gedanken sind ausserdem bei den Menschen im Kanton Wallis, die erst langsam begonnen hatten, sich von der Katastrophe in Blatten zu erholen. Nun mussten sie erneut ein tragisches Unglück erleben. Dieses Mal jedoch können weder menschliches Handeln noch Geld die jungen Opfer ins Leben zurückbringen.

Wir möchten den Mitgliedern des Rotary Clubs Crans-Montana und insbesondere dessen Präsidenten Yves Duc für ihr grosses Engagement, ihr umsichtiges Handeln sowie ihre Koordinationsarbeit in dieser bestürzenden Situation von Herzen danken.

Unser besonderer Dank gilt gleichermassen den Behörden, Einsatzkräften, Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachpersonen sowie allen weiteren Beteiligten. Sie kümmern sich rund um die Uhr um die Opfer und ihre Familien. Und sie setzen alles daran, Leben zu retten und den Weg zur Genesung und zu einer neuen Normalität zu ermöglichen – ein Weg, der für viele lang und beschwerlich sein wird.

Viele Mitglieder der rotarischen Familie haben gefragt, wie sie helfen können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig, konkrete Antworten zu geben, doch einige Bedürfnisse zeichnen sich bereits ab. Aktuell sind es weniger finanzielle Mittel, die gefragt sind, sondern Kompetenzen, über die wir verfügen.

Schon kurz nach dem Ereignis kontaktierte Yves Duc DG Jouni Heinonen, um Hilfsmöglichkeiten zu besprechen. Mit zwei Beispielen möchten wir aufzeigen, wie Rotary unterstützen kann:

•    Da viele der Opfer aus dem Ausland stammen, besteht ein erheblicher Bedarf an Dolmetscherdiensten. Hier können Rotarierinnen und Rotarier die Angehörigen unterstützen.

•    Eine Mutter ist angereist, um ihren schwer verletzten Sohn im Spital zu besuchen. Selbst im besten Fall wird die Genesung Wochen, wenn nicht Monate dauern. Die Mutter hat kleinere Kinder zu Hause und verfügt nicht über die finanziellen Mittel, um über einen längeren Zeitraum in einem Hotel zu wohnen. Auch hier kann Rotary helfen.

Wir sind überzeugt, dass Rotary nicht nur finanziell, sondern auch ganz praktisch helfen kann – in Form von Unterkunft, Verpflegung, Übersetzungen etc. Wir haben vereinbart, dass Yves Duc die lokalen Rotary-Aktivitäten in Crans-Montana koordiniert.

Darüber hinaus arbeiten wir als Governors der drei Schweizer Distrikte unter Hochdruck daran, die Hilfsangebote mit den Hilfsgesuchen zu synchronisieren. Sie stehen dabei mit unterschiedlichsten Stellen im In- und Ausland in Kontakt. Wer helfen möchte, findet auf der nachfolgenden Website jeweils den aktuellen Stand der Gesuche: https://polaris.rotary.ch/de/content/news/show/28368

Unter diesen traurigen Umständen wünschen wir Ihnen dennoch ein gesundes, friedliches und hoffnungsvolles neues Jahr. Möge es Trost, Kraft und Zuversicht bringen. Auch nach den schwersten Tragödien geht das Leben weiter. Tragen wir Sorge zueinander und unterstützen wir die Menschen in Not mit den Möglichkeiten und Fähigkeiten, die uns zur Verfügung stehen.

 

Mit stillen, herzlichen rotarischen Grüssen

Jouni Heinonen, John Manning und Andrea Weber