Ein engagiertes Team, grosszügige Spenden und ein Rekordergebnis: Die Kunstauktion des RC St. Gallen-Freudenberg spielte mehr als 50000 Franken für den Verein «Ukraine Hilfe» ein. Mit dem Erlös werden mobile Wohneinheiten für kriegsgeschädigte Familien finanziert.
Es war ein sichtlich bewegter Martin Huser, der am 14. März im Festsaal des Einstein Congress das Ergebnis monatelanger Vorbereitungen präsentierte. Als treibende Kraft hatte der engagierte Rotarier die Initiative ergriffen, einer Clubtradition nach rund zwei Jahrzehnten neues Leben einzuhauchen. Die Idee dahinter ist so simpel wie wirkungsvoll: Hochwertige Kunstwerke, die in Kellern oder auf Estrichen ein Schattendasein führen, werden kostenlos zur Verfügung gestellt. In einer Auktion erhalten die «arbeitslos gewordenen» Stücke dann eine neue Bestimmung und verwandeln sich in handfeste Unterstützung.
Die Resonanz war grossartig: Mehr als 50 Werke namhafter Künstler wurden von Rotariern und ihrem Umfeld gespendet, um im Einstein Congress ein neues Zuhause zu finden. Ob in der lebendigen Auktion oder im freien Verkauf, der parallel dazu stattfand: Das Publikum bewies eine bemerkenswerte Bereitschaft, für die gute Sache zu bieten. Immer wieder wechselten Werke zu erfreulichen Preisen den Besitzer – begleitet von sichtbarer Begeisterung im Saal.
Hinter dem reibungslosen Ablauf der zweistündigen Matinee steckte eine intensive Planungsphase, die bereits im Herbst 2025 begonnen hatte. Rund 20 Rotarier engagierten sich unter der Koordination von Martin Huser in den Bereichen Akquise, Logistik, Finanzen und Kommunikation. Eine entscheidende Grundlage bildete zudem die grosszügige Unterstützung des Einstein Congress: Das Foyer und der Festsaal konnten während einer ganzen Woche für die Lagerung der eingelieferten Werke sowie für Auf- und Abbau genutzt werden – ein Entgegenkommen, das die Durchführung wesentlich erleichterte. Hoteldirektor Michael Vogt, selbst Rotarier, stellte diese Infrastruktur gratis zur Verfügung. Dass das angestrebte Ziel – bei früheren Auktionen waren jeweils rund 25000 Franken zusammengekommen – schlussendlich verdoppelt wurde, ist ein starkes Zeugnis für die Qualität der kuratierten Werke ebenso wie für das enorme Engagement des gesamten Teams.
Der Erlös kommt ohne Abzüge dem Verein «Ukraine Hilfe» zugute, der vom Herisauer Rotarier Martin Huber und seiner Frau Jacqueline gegründet wurde. Mit den eingenommenen Mitteln können mindestens zwei bezugsfertige Wohncontainer finanziert werden. Diese sogenannten «Tiny Houses» werden vor Ort von lokalen Fachkräften gefertigt und bieten Familien, die im Krieg ihr Zuhause verloren haben, eine neue Perspektive. So verbindet dieser Erfolg kulturelles Engagement auf überzeugende Weise mit unmittelbar wirksamer humanitärer Hilfe.