Zu Besuch in Kirgistan

utorak, 16. decembar 2025.

red

Im September 2025 reiste eine kleine Delegation des RC Davos nach Kirgistan. Ziel der Reise war das Herzensprojekt von Rot. Hans-Peter Pleisch: das Kinderheim «Nurmaeisa» und die dazugehörige Alp oberhalb des Ortes Orlovka.

Vor Ort erlebten die Davoser Rotarier, was in den vergangenen Jahren aus einer spontanen Hilfsaktion entstanden ist – und durften miterleben, wie die neu geschaffene «Rotary Davos Alp Nurmaeisa» offiziell eingeweiht wurde.

Was heute als gut geführtes Kinderheim mit eigener Landwirtschaft dasteht, begann 2012 eher zufällig. Damals war Hans-Peter Pleisch am Aufbau eines Skigebiets in Orlovka beteiligt und besuchte bei dieser Gelegenheit das private Heim «Nurmaeisa». Rund 40 Kinder zwischen einem und sechzehn Jahren lebten dort, die meisten aus äusserst schwierigen familiären Verhältnissen. Das Heim war von der Schliessung bedroht, die Gebäude in schlechtem Zustand, die Finanzierung unsicher. Für Hans-Peter Pleisch war klar, dass er helfen wollte.

Zunächst unterstützte er das Heim mit eigenen Mitteln. Bald folgten Vorträge in der ganzen Schweiz – bei Firmen, Privatpersonen und insbesondere bei Serviceclubs –, in denen er über das Kinderheim, das Skigebiet und über Kirgistan berichtete. So wuchs Schritt für Schritt der Kreis der Unterstützer, und es kamen zusätzliche Spenden zusammen.

2017 gründete Hans-Peter Pleisch in Davos den «Verein Kinderheim Nurmaeisa», um die Beiträge geordnet und steuerkonform abzuwickeln. Mit Hilfe des RC Davos, vieler Mitglieder und ihrer Unternehmungen konnte das einst baufällige Gebäude umfassend renoviert und zu einem wohnlichen Heim umgebaut werden.

Ein zentrales Ziel des Engagements war von Anfang an die Verbesserung der Selbstversorgung. In den vergangenen Jahren entstanden ein Gewächshaus, eine Bewässerungsanlage für die Gärten, Obstpflanzungen sowie eine kleine Bäckerei. Diese Einrichtungen tragen heute wesentlich zur Ernährung der Kinder bei. Was nicht im Heim benötigt wird, etwa frisches Brot, gelangt in den Verkauf und ermöglicht zusätzliche Einnahmen, die direkt in den Unterhalt des Heims fliessen. Betriebskosten wurden vom Verein nur in der Startphase und während der Corona-Zeit übernommen; inzwischen kommt das Heim ohne laufende Zuschüsse aus, abgesehen von Gesundheits- und Bildungskosten.

2020 folgte der nächste grosse Schritt: der Kauf eines Grundstückes auf 1760 m ü. M., rund vier Kilometer vom Kinderheim entfernt. Zahlreiche Apfel-, Birnen-, Aprikosen- und Pflaumenbäume liefern dort jährlich mehr als 2,5 Tonnen an Früchten. Auf einem angrenzenden Grundstück wurde zudem ein Viehstall gebaut. Heute hält das Heim Kühe, Schafe und Hühner, was die Selbstversorgung nochmals deutlich stärkt. Die Betriebskosten konnten dadurch mehr als halbiert werden.

Die Davoser Delegation bei der Einweihung der «Rotary Davos Alp Nurmaeisa» im September 2025