Forschung trifft Freundschaft

Tuesday, June 30, 2026

vmn

Knapp 200 Teilnehmer, zwei starke Zürcher Orte und ein Programm, das vom Blick ins All bis zur Amtsübergabe reichte: Die Distriktskonferenz führte am 27. Juni an die ETH und ins Kunsthaus Zürich. Für DG Andrea Weber war es zugleich der Abschluss ihres Amtsjahres unter dem Motto «Bildung – Engagement – Freundschaft».  

Schon der Auftakt an der ETH gab dem Tag einen besonderen Ton. Wo sonst junge Menschen studieren, forschen und um die Fragen von morgen ringen, versammelte sich die rotarische Familie, um genau darüber nachzudenken: über Weltraumforschung, Künstliche Intelligenz, Robotik, Reaktorsicherheit sowie Konfliktforschung und Sicherheitspolitik. ETH-Präsident Prof. Dr. Joël Mesot begrüsste die Gäste, Dr. Donald Tillmann stellte die ETH Foundation vor – beide sind Rotarier. Den Hauptvortrag hielt Astrophysiker Prof. Dr. Sascha Quanz. Im Zentrum stand die Suche nach Leben auf fernen Planeten – ein Thema, das nicht nur wissenschaftliche Neugier weckte, sondern auch jene alte Menschheitsfrage berührte, die weit über Labor und Teleskop hinausweist: Sind wir allein? Anschliessend vertieften parallele Fachforen den Blick auf Mensch und KI, autonome mobile Roboter, die Rolle der Schweiz in der militärischen Friedensförderung sowie die Zukunft der Kernenergie. Am Abend wechselten die Teilnehmer ins Kunsthaus Zürich. Im Moser-Saal verband sich das Fachliche mit dem Festlichen: Das Sinfonieorchester des Kantons Schwyz spielte gemeinsam mit jungen Roma-Musikern, die im Rahmen eines Distrikt Grants eine Woche in der Schweiz verbrachten. Spätestens hier dürfte spürbar geworden sein, was Rotary im besten Sinn ausmacht: Wissen teilen, Begegnungen ermöglichen und über Grenzen hinweg Beziehungen knüpfen. Mit Essen, Ehrungen und der Amtsübergabe fand der Tag seinen offiziellen Abschluss. Andrea Weber übergab das Governoramt an Dieter Bambauer vom RC Oberer Zürichsee – und damit endete ein Governorjahr, das Bildung, Engagement und Freundschaft nicht nur als Motto führte, sondern an diesem Tag noch einmal sichtbar zusammenbrachte.  

Foto: André Springer